Präqualifizierungsdatenbank
für den Liefer- und Dienstleistungsbereich
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1.  Warum sollte sich ein Unternehmen präqualifizieren lassen?
Bieter werden sehr häufig von Vergabeverfahren ausgeschlossen, weil sie entweder Einzelnachweise vergessen haben oder diese nicht mehr aktuell sind. Diese Gefahr wird durch das Präqualifizierungsverfahren minimiert. Zudem reduziert sich der Zeit- und Kostenaufwand für die Beibringung der Nachweise für die Unternehmen, die sich häufiger an öffentlichen Aufträgen beteiligen wollen. Die Kosten für die Präqualifizierung belaufen sich – je nach Zertifizierungsstelle – auf 180 bis 215 EURO.  
 
2.  Warum wird die PQ-Datenbank von IHKs und HwKs geführt?
Unternehmen, die Leistungen nach der VOL/A erbringen, sind grundsätzlich die Mitglieder der Industrie- und Handelskammern oder der Handwerkskammern. Daher ist es nur logisch, dass die Kammern ihren Mitgliedsunternehmen diesen Service anbieten.
Auch Freiberufler können sich präqualifizieren lassen.  
 
3.  Was sind die Auftragsberatungsstellen (ABStn)?
Industrie- und Handelskammern sowie Handwerkskammern – in einigen Fällen weitere Kammern oder auch Landesregierungen – haben vor einigen Jahren die ABStn gegründet. Ihre Aufgabe besteht in der Information, Beratung und Schulung von Unternehmen und Vergabestellen auf dem Gebiet des öffentlichen Auftragswesens (www.abst.de).  
 
4.  Wie kann ich mich in Berlin präqualifizieren?
Für die Berliner Region führt die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung die Präqualifizierung für Unternehmen aus allen Bundesländern aus dem Liefer- und Dienstleistungsbereich durch. Das dort geführte Verzeichnis ist das Unternehmer- und Lieferantenverzeichnis für öffentliche Aufträge (ULV). Weitere Informationen dazu gibt es unter https://ssl.stadtentwicklung.berlin.de/ULVAuskunft/index.jsp. Die Anforderungen an die dort eingetragenen Unternehmen gehen in einigen Punkten über die Präqualifizierung durch die IHKs bzw. Auftragsberatungsstellen hinaus.  
 
5.  Was ist Präqualifizierung?
Hierbei handelt es sich um die auftragsunabhängige Zertifizierung von Nachweisen zur Eignung und zum Nichtvorliegen von Ausschlussgründen eines Unternehmens. Sie ersetzt die Einzelnachweise und schafft damit größere Rechtssicherheit.  
 
6.  Können darüber hinaus die öffentlichen Auftraggeber noch zusätzliche Nachweise verlangen?
In einigen Bundesländern werden über die gängigen Nachweise hinaus noch weitere Bescheinigungen z. B. zur Frauenförderung verlangt. Diese sind zwar über pq-vol nicht einsehbar, aber bei den jeweiligen PQ-Stellen hinterlegt. Zudem können die Vergabestellen weitere, auftragsbezogene Unterlagen fordern.  
 
7.  Muss der öffentliche Auftraggeber das Zertifikat anerkennen?
In Hessen und Sachsen-Anhalt ist per Erlass geregelt, dass das Zertifikat die Einzelnachweise ersetzt und daher von den öffentlichen Auftraggebern anerkannt werden muss.
In Niedersachsen wird die Präqualifizierung zur Anwendung empfohlen. Zudem weist der Erlass vom 11.6.2010 darauf hin, dass auch Zertifikate aus anderen Bundesländern grundsätzlich akzeptiert werden müssen.
In § 122 GWB und in § 6 Abs. 4 VOL/A ist geregelt, dass die öffentlichen Auftraggeber bestehende Präquali­fizierungsverfahren anerkennen können.  
 
8.  Gilt die PQ-Datenbank für alle öffentlichen Auftraggeber?
Da das Verzeichnis im Internet allgemein zugänglich ist, können sich alle öffentlichen Auftraggeber über präqualifizierte Unternehmen informieren. Darüber hinaus wenden einzelne Auftraggeber eigene Zertifi­zie­rungs­verfahren an, wie z. B. die Deutsche Bahn AG.  
 
9.  Können auch private Auftraggeber das Verzeichnis einsehen?
Die allgemeinen Angaben über präqualifizierte Unternehmen sind auch für private – seien es andere Unternehmen, seien es Endkunden – einsehbar. Allerdings können sie nicht die hinterlegten Dokumente aufrufen. Damit ist auch der Konkurrentenschutz gewährleistet.  
 
10.  Wie stellt die Zertifizierungsstelle die Aktualität der Zertifikate sicher?
Aus der Internet-Datenbank ist die Gültigkeit des Zertifikats ersichtlich. Rechtzeitig vor Ablauf des Gültigkeitsdatums fordert die Zertifizierungsstelle das Unternehmen zur Aktualisierung der Einzelnachweise auf. Kommt das Unternehmen dem nicht nach, wird es automatisch aus der Datenbank gelöscht.  
 
11.  Kann der öffentliche Auftraggeber die Einzelnachweise prüfen?
Zunächst kann die Vergabestelle anhand der auf dem Zertifikat angegebenen individuellen Zertifikatsnummer auf die aufgeführten Einzelnachweise online zugreifen. Die Dokumente sind darüber hinaus physisch bei den Zertifizierungsstellen vorhanden und können dort notfalls abgerufen werden. Das gilt auch für landes­spezifische Nachweise z.B. zur Tariftreue, Frauenförderung u.ä.  
 
12.  Ersetzen die Eigenerklärungen nicht die Präqualifizierung?
Nein, denn der öffentliche Auftraggeber kann die Nachweise dann anfordern, wenn er einem Unternehmen den Zuschlag erteilen will. Wie die Praxis mit solchen Nachforderungen zeigt, können die Unternehmen in erhebliche zeitliche Schwierigkeiten kommen, die Nachweise dann innerhalb der gesetzten Frist nachzureichen.  























































Arbeitsrichtlinie

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